Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland:
Bestände: Personen:

Bestand B. 3/39

Leo Waldbott

„Mein Leben in Deutschland vor und nach dem 30.1.1933“

Lebenserinnerungen von Leo Waldbott (1867 – 1940), Lehrer in Speyer, langjähriger Vorsitzender des Vereins jüdischer Lehrer und Cantoren in der Pfalz. Die Erinnerungen wurden nach der Auswanderung in Detroit niedergeschrieben. Der Titel läßt vermuten, daß eine Beteiligung an dem Preisausschreiben der Harvard University von 1939 beabsichtigt war. Unter den 263 verzeichneten Manuskripten dieses Wettbewerbs kommen Erinnerungen von Leo Waldbott jedoch nicht vor. Als Abgabetermin war der 1. April 1940 festgesetzt worden. Da Leo Waldbott am 26. Mai 1940 gestorben ist, kann man vermuten, daß es zur Fertigstellung des Textes und Abgabe nicht mehr gekommen ist. Das Heidelberger Zentralarchiv hat 1997 eine Xerokopie des maschinenschriftlichen Manuskripts erhalten (37 Seiten). Es handelt sich jedoch um eine Kopie von einer Kopie, bei der die Qualität sehr gelitten hat. Der Text kann mit einiger Mühe entziffert werden, für die Anfertigung und Veröffentlichung von Scans schien die Vorlage jedoch nicht geeignet. Auf den S. 10 – 27 schildert Waldbott vor allem die Entstehung (1907 – 1914) und den Untergang (1933 – 1938) des Jüdischen Altersheims in Neustadt.

Heidelberg, März 2014
Peter Honigmann


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